Es gibt Unternehmen, welche seit Jahren im Internet verkaufen. Teilweise sogar ausschließlich über das Internet und dies sehr erfolgreich. Und ja, es gibt einige solcher Firmen -aber um die geht es in diesem Artikel heute nicht.

Um wen geht es: Neulinge im E-Commerce!

Auf der anderen Seite gibt es noch genügend Unternehmen vom Einzelunternehmen bis zum Mittelständer, welche nicht am Onlinehandel teilnehmen. Keinen eigenen Onlineshop, manchmal nichtmal eine eigene Webseite. Oder letztere ist so schlecht, dass man ihr das Design der frühen Internet-Ära zu Modem Zeiten noch ansieht.

Die Neulinge im E-Commerce unterteile ich gerne in zwei „Arten“ von Unternehmen:

  • Die, die stur am Motto festhalten: „Brauchen wir nicht“
  • Jene die jetzt endlich die Zeichen der Zeit erkannt haben und sagen: „Verdammt, wir sollten wirklich etwas unternehmen!“

Um letztere Gruppe geht es hier: Jene Unternehmer, die den Schalter endlich auf „online“ umlegen wollen und in den Onlinehandel einsteigen wollen (Teilweise ist es sogar die letzte Chance das Unternehmen noch zu retten).

Wo anfangen? Welche Shopsoftware?

Und jetzt geht es los! Man hat sich dazu entschieden mit einem eigenen Onlineshop zu starten. Gratulation dazu schon mal!

Leider kommt jetzt für die sogenannten „Neulinge im E-Commerce ohne Fachpersonal im Haus“ eine ganze Lawine von Problemen zu:

  • Welche Shopsoftware soll verwendet werden?
  • Welche Shopsoftware gibt es überhaupt?
  • Haben wir überhaupt das notwendige Know-How im Unternehmen?
  • An wen wenden wir uns?

Sicherlich ist eine gute Internet-Agentur eine „gute“ Anlaufstelle für solche Neulinge im E-Commerce. Denn irgendwo muss man schließlich starten.

Und so kommen Agentur und Unternehmen zusammen und nach unzähligen Terminen, Planungsphasen und vielen verkauften Stunden steht der Onlineshop. Grundsätzlich ist das dennoch eine gute Sache – denn endlich ist das Unternehmen online.

Doch das ist erst der Anfang und nur die spitze des Eisberges. Unter der Wasseroberfläche verbergen sich die großen Brocken des Onlinehandel.

An dieser Stelle gehe ich nicht einmal auf die brutalen Probleme ein, die „Selbst-Experimentierer“ haben (Shop wird selbst „betrieben“)

Es geht um Know-How – um Fachpersonal!

Ich kenne genau solche Firmen, die in exakt dieser Situation stecken und jetzt nach und nach merken, dass da etwas merkwürdiges vor sich geht: So recht funktioniert das alles nicht, man fühlt sich wie ein Kind, dass noch alles lernen muss und auch die betreuende Agentur kann nur begrenzt helfen, Wissen vermitteln und den Shop als solchen betreuen (Sie hat ja meist auch mehrere Kunden).

Was dann passiert ist oft folgendes: Der Unternehmer lässt sich von Bekannten beraten, man hätte ihm geraten facebook sei das neuste Ding um den eigenen Shop zu promoten und ja, Google AdWords ist auch gut […] So geht es dann eine Weile weiter und der Unternehmer versucht sich in diese Themen nach Feierabend „einzulesen“, liest hier und da und versteht so recht überhaupt nichts. Macht aber nichts denkt er sich, sind ja nur ein paar „Klicks“ hier und da also probieren wir das einfach mal aus.

Das sind dann die Zeiten in denen sinnlose Firmenseiten auf facebook entstehen mit Beiträgen über „Dies, das, Ananas“ und dann brach liegen oder AdWords Konten die im Monat schnell 2.000€ und mehr verbrennen, aufgrund völlig irreführender Anzeigentexte die Besucher in die Irre führen und die Verweildauer auf der Seite zu allem Überfluss auch noch in den Keller prügeln. Gute Arbeit!

Als ich das letzte mal mit einem Unternehmer in dieser Situation sprach, war sein Wortlaut in etwa so: „Ach, wissen Sie, wir haben ja schon vieles probiert aber so richtig bringt es das alles nicht, funktioniert nicht!“ Ich fragte was denn nicht funktioniere: „Ja der Shop erhält einfach kaum Bestellungen und alle meine Versuche den Shop bekannter zu machen bringen nichts.“

Bevor ich auch nur irgendetwas von „Ranking, Traffic, Markenaufbau, Social Media“ etc. erzählte sagte ich zu ihm:

Herr Meier (Name fiktiv) sie brauchen nicht so geknickt sein, sie können nichts dafür. Wissen Sie was hier vor sich geht? Diese Branche, ich meine Internet, E-Commerce, Social Media, die ist 16, 17 Jahre alt in etwa je nach Thema/Bereich älter oder jünger. Und wissen Sie was? Das ganze ist heute so hoch spezialisiert, dass es für alle Unterbereiche wiederum eigene Experten, Firmen usw. gibt: Online Werbung, Social Media Spezialisten, PPC Spezialisten, Affiliate Marketing Agenturen, E-Commerce Agenturen für Shopsoftware, Conversion Optimierer, Newsletter Experten, CRM Spezialisten, usw. usf. Und Sie wollten hier mal eben nach Feierabend etwas „anlesen“. So funktioniert das nicht. Es ist gut, wenn Sie sich Wissen aneignen wollen aber Sie brauchen cleveres Fachpersonal, dass einen Draht zu diesen Themen hat.

Wir sprachen noch etwas weiter über „Customer Lifetime Value“ (CLV), dass man oftmals erst viel Geld reinpumpen muss um den Traffic erstmal zu bekommen und dass ein Kunde teilweise erst nach dem 3. Einkauf bei einem etwas einbringt. Darüber, dass einige der großen Spieler im Business in der Anfangszeit um die Jahrtausendwende mit ihren Shops gestartet sind und sich ihren Bekanntheitsgrad und somit Traffic über Jahre erarbeitet haben. Darüber hinaus haben diese Anbieter ihre Techniken und Feinheiten oftmals schon bis ins kleinste Detail optimiert durch CRM, Newsletter, Kundenspezifische Inhalte an der Shopfront, Conversion Optimierung, Cross Selling usw.

Weitere Einblicke in die Kosten pro Warenkorb gibt dieser Artikel. Er zeigt die Investitionen pro durchschnittlichem Warenkorb seitens der Shopbetreiber.

Zu guter letzt darf nicht vergessen werden, dass die Margen in sehr vielen Branchen durch absolute Vergleichbarkeit (Man denke alleine an Preissuchmaschinen, wo man wiederum auch Artikel einstellen kann!) online so mager sind, dass man alleine beim Preis kaum noch Handlungsspielraum hat.

Es genügt also oft schon so etwas wie Shopdesign, Shopbedienbarkeit oder die Such- und Filterfunktion des Shops, die zum Warenkorb oder zum X oben rechts oder links führt. Warum rumquälen in einem schlecht gemachten Shop, wenn der nächste nur ein Klick weiter ist? Ach, erwähnte ich schon Amazon, wo es fast alles zu kaufen gibt, das man versenden kann?

Man sieht – und auch „Herr Meier“ begriff, dass ein Shop heute mehr sein muss als ein reiner „Shop“.

Er muss zur Marke werden, muss aufgebaut werden. Ein schönes Beispiel dafür ist der Biketeile Versender bike-components.de!

E-Commerce Wissen und Know-How muss in die Firmen.

Die Suche nach Fachpersonal wird derzeit auch dadurch noch erschwert, dass es wenige Marketing Leute mit IT-Kompetenz gibt. Letztere wären aber perfekt für kleinere Unternehmen, die sich eben nicht einen Admin, einen Marketing Menschen und einen Grafiker sowie Shopspezialisten leisten können.

Oder wie es Thought Leader Systems im Firmenblog schreibt:

Marketing Technologist: Mitarbeiter im Marketing mit fundierten IT-Kenntnissen sind rar und neu. (Zum Artikel – Das Scrum Team)

Fazit und Tipps für E-Commerce Neueinsteiger!

Fachpersonal für das gesamte Feld des Online-Marketing und E-Commerce muss her! Wenn sie auf der Suche nach geeignetem Personal sind aber selbst wenig Ahnung von dem Thema haben, genau dafür habe ich einen Ratgeber geschrieben, den Sie sich kostenlos downloaden können.

Des weiteren gibt es im Gegensatz zur Anfangszeit des Onlinehandel heute Shoplösungen die nicht auf Ihrer eigenen IT-Struktur aufbauen sondern in der Cloud liegen: Hoch skalierbar, mit flexibel an ihre Anforderungen anpassbaren Ressourcen (Sie zahlen was sie brauchen) und ohne Technik Stress für Ihr Unternehmen.

Um alles kümmert sich der Anbieter. Heute Shop bestellt, morgen Shop online! Etwas ist im Anmarsch und könnte den Markt für E-Commerce Shopsoftware in Deutschland gehörig aufwirbeln!

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